Ökumenische Gemeinschaft "Umkehr zum Herrn"

Die Gemeinschaft „Umkehr zum Herrn“ ist eine christliche ökumenische Bundesgemeinschaft, die seit dem Jahr 1977 in Wien besteht.

Die Mitgliedschaft, der eine zumindest einjährige Kandidatur vorausgeht, wird als "Bund der UzH" bezeichnet, denn aus der gelebten Verbindung als Jünger Jesu zu Gott entspringt eine Verbindlichkeit den Gemeinschaftsgeschwistern gegenüber, die sich in einer Reihe von Punkten konkret ausdrückt.

Diese Verbindlichkeiten als Mitglied der Gemeinschaft "Umkehr zum Herrn" bestehen in:

  • täglichem Gebet,

  • Teilnahme an den Gemeinschaftstreffen (dzt. abwechselnd Samstagabend und Sonntagnachmittag, je einmal monatlich),

  • Engagement in einem Dienst in der Gemeinschaft oder einem Außendienst,

  • Teilnahme an einer Kleingruppe (Hauskreis, i.d.R. zweiwöchentlich),

  • Finanzieller Beitrag in Form eines "Zehent".

Neben einer Vollmitgliedschaft (bzw. der vorausgehenden Kandidatur) existiert der Status einer Partnerschaft für Personen, die sich mit den Werten der Gemeinschaft verbunden fühlen, aber nur eine begrenzte Verbindlichkeit eingehen können.

Grundsatzentscheidungen für das Gemeinschaftsleben, die geistliche Ausrichtung und für die Verabschiedung des Jahresbudgets trifft statutengemäß die Mitgliederversammlung ("Bundesversammlung"), bei der alle Mitglieder stimmberechtigt sind.

In einer Bundesversammlung wird auch die Kandidatenliste für die Wahl der Gemeinschaftsleiter bzw. das beratende Gremium des Gemeinschaftsrats beschlossen. Das Leitungsgremium wird in geheimer Wahl mit einer Zweidrittelmehrheit gewählt.

Die Amtsperiode dauert zwei Jahre, derzeit sind zwei Hauptleiter (Jo Hoffmann und Walter Kirchmayer) im Amt sowie vier Personen im Gemeinschaftsrat. Sowohl Frauen als auch Männer sind passiv wahlberechtigt.

Rechtsträger der Gemeinschaft "Umkehr zum Herrn" ist der gleichnamige Trägerverein, dessen Statuten im Jahr 2002 von der katholischen und evangelischen Kirche anerkannt wurden. Die "Umkehr zum Herrn" ist somit eine kirchlich anerkannte Gemeinschaft. Vereinsvorstand und Gemeinschaftsleitung sind personell gleich besetzt, die Bundesversammlung fungiert gleichzeitig als Vereinssitzung.

Kardinal Schönborn bei der Überreichung der Urkunde für die kirchliche Anerkennung.