Dienste für den Aufbau des Reiches Gottes

Mitglieder der "Umkehr zum Herrn" engagieren sich in evangelistischen, missionarischen und karitativen Diensten sowie in Projekten für Gemeinschaftsgründung und -aufbau. Ein besonderes Augenmerk liegt auf Diensten mit einer überkonfessionellen Bedeutung und auf Initiativen, die der größeren Einheit unter den Christen forderlich sind.

 

 

"Towards Jerusalem Council II" und der messianisch-jüdische Aufbruch

Mit der messianisch-jüdischen Bewegung der Neuzeit erscheint wieder eine jüdische Ausdrucksform der ekklesia (neutestamentlich für "Gemeinde"). Die Initiative Toward Jerusalem Council II (TJCII) ist eine direkte Folge dieser modernen Bewegung, denn die Vision von TJCII ist die Versöhnung von Juden un Nichtjuden innerhalb des einen Leibes von Christus-Messias.

Seit vielen Jahren ist Johannes Fichtenbauer aktives Mitglied im internationalen Vorstand von TJCII. In seiner Rolle als leitender Diakon der Erzdiözese Wien und Beauftragter für den Dialog der Katholischen Kirche mit den messianischen Juden war er gemeinsam mit dem aus England stammenden Priester Peter Hocken Im Februar 2013 als Gastsprecher zu einer Konferenz für Versöhnung und Wiederherstellung nach Brasilien eingeladen. Im unten stehenden Vortrag berichtet Johannes Fichtenbauer über den Verlauf dieser Konferenz und über die Aufnahme der Vergebungsbitte für das den Juden über viele Jahrhunderte zugefügte Unrecht.  Die messianisch-jüdischen Kongressteilnehmer segneten am Ende des Treffens die katholischen Repräsentanten und sprachen stellvertretend Vergebung aus für die Gräueltaten der Inquisition und späterer Verfolgungen ihrer Vorfahren.

Peter Hocken reiste nach dem Kongress gemeinsam mit Marty Waldman (Vorstandsmitglied von TJCII) nach Argentinien weiter, um Kardinal Jorge Bergoglio über die Konferenz und die Vision von TJCII zu berichten. So wie das erste Apostelkonzil in Jerusalem (Apg. 15) eine Klärung der Beziehungen zwischen Juden- und Heidenchristen brachte, so bräuchte es gemäß der Vision von TJCII ein weiteres Konzil (eben ein "zweites Konzil von Jerusalem"), das die volle Anerkennung der messianisch-jüdischen Gläubigen als gleichwertige Geschwister durch die Christen aus den historischen Kirchen bestätigt.

Kardinal Bergoglio reiste wenige Tage nach diesem Gespräch zum Konklave nach Rom und wurde einige Wochen darauf der überraschten Welt als Papst Franziskus vorgestellt. Bereits am Tag seiner Wahl schrieb er den ersten Brief an den Oberrabbiner der Synagoge in Rom. Die Versöhnung zwischen Christen und Juden ist offenbar mit auf der päpstlichen Agenda und auch die Weiterführung des Auftrag für den Dialog mit der messianisch-jüdischen Bewegung wurde kurze Zeit später von Papst Franziskus persönlich bestätigt.

Link zum mp3 Download: Bericht von Johannes Fichtenbauer

Soeben fertiggestellt ist die deutschsprachige DVD-Fassung des Konferenzvideos aus Brasilien mit zusätzlichen Hintergrundinformationen von Johannes Fichtenbauer. Online verfügbar in drei Teilen (Einführung – Konferenzvideo – Auswirkungen) unter folgenden Links:

www.uzh.at/downloads/TJCII-Konferenz-2013_1v3.mp4

www.uzh.at/downloads/TJCII-Konferenz-2013_2v3.mp4

www.uzh.at/downloads/TJCII-Konferenz-2013_3v3.mp4 

Ebenso erhältlich als DVD (gegen Selbstkostenerstattung). Bestellungen bitte an das UzH-Büro.

 

 

ACTS Team für Gemeinschaftsbau

ACTS Schulung in Kroatien

ACTS:  Assistieren - Coachen - Trainieren - Schulen

"ACTS" - das kann einerseits das Buch der Apostelgeschichte meinen ("Acts of the Apostels" in den englischsprachigen Bibeln). Andererseits bezeichnet  "ACTS" auch das Team der UzH-Außenarbeit, das seit einigen Jahren Gemeinschaftsgründungsprojekte aktiv fördert und unterstützt. Und selbstverständlich sind die Erfahrungen der ersten Christengemeinde, die uns die Apostelgeschichte überliefert, maßgeblich für Ziele und Methoden dieser "apostolischen Arbeit".