Berichte

Diese Rubrik bietet Ihnen Nachrichten, Hintergrundinformationen und weiterführende Links zu Themen aus den christlichen Kirchen und zu gesellschaftlichen Entwicklungen.

Wir berichten über christliche Initiativen unterschiedlicher Gruppen und Konfessionen im Hinblick auf Evangelisation, Erneuerung und Hilfe zu Gestaltung des persönlichen Lebens im Sinn des Evangeliums.

15.12.2014

Fackelzug für verfolgte Christen - Und eine Spende vom Marsch für Jesus

Nie war Christenverfolgung schlimmer als in unseren Tagen. Vor allem in Syrien und im Irak wird die christliche Bevölkerung ganzer Landstriche vertrieben oder ermordet. Die aus mehr als 20 Menschenrechtsorganisationen bestehende ökumenische Plattform "Solidarität mit verfolgen Christen" lud anlässlich des Tags der Menschenrechte der Vereinten Nationen am 10.12.2014 zu einem Fackelzug und Schweigemarsch durch die Wiener Innenstadt ein, der mit einem ökumenischen Gottesdienst abschloss.
Prominente Kirchenvertreter wie Weihbishof Scharl und der evangelische Altbischof Sturm kommen in einer Videoreportage ebenso zu Wort wie die Marschteilnehmer, die über ihr persönliches Engagement für verfolgte Christen erzählen.

Am 8. Dezember übergaben Verteter des Organisationskomitees des Marsches für Jesus / Kreis zur Einheit Wien eine Spende über 5.000 Euro an die Aktion für verfolgte Christen (AVC). Schon beim Marsch war ein besonderes Zeichen für die Solidarität mit den Glaubensgeschwistern gesetzt worden, die derzeit unter schwerer Verfolgung leiden. Die Unterstützung kommt einer Arbeit zugute, die im Irak christliche Gemeinden fördert und sich speziell um Flüchtlinge kümmert. Auch hierzu ein kurzer Videobericht von der Spendenübergabe.

12.000 Christen beim "Marsch für Jesus" in Wien

Nach ihrem farbenfrohen Glaubensmarsch entlang der Ringstraße feierten Christen unterschiedlichster Konfessionen ein "Fest für Jesus" auf dem Stephansplatz. Die "Umkehr zum Herrn" war an der Vorbereitung und Durchführung dieses großen ökumenischen Events maßgeblich beteiligt.

21.09.2014 Wien (kath.net/ KAP)
Insgesamt 12.000 Christen unterschiedlichster Konfessionen haben laut Polizeizählung am Samstagnachmittag in Wien an einem "Marsch für Jesus" teilgenommen. Vom Stephansplatz aus zogen die Gläubigen via Rotenturmstraße einmal die gesamte Ringstraße entlang, bevor sie sich am frühen Abend erneut vor dem Stephansdom zu einem "Fest für Jesus" mit Musik und Glaubenszeugnissen versammelten. Die Teilnehmer trugen Schilder und T-Shirts mit Botschaften wie "I love Jesus" oder "Jesus liebt Wien". Trommeln und Gesänge prägten den farbenfrohen Marsch über den Ring.

In Wien wurde der ökumenische Event von verschiedenen christlichen Kirchen, Freikirchen und Gemeinschaften getragen. Zur Teilnahme eingeladen hatten unter anderen auch Christoph Kardinal Schönborn, der evangelische Bischof Michael und Fußballstar David Alaba.

Aufgerufen wurden beim "Marsch für Jesus" auch zur Verbundenheit mit den verfolgten Christen im Nahen Osten. Durch die öffentliche Sichtbarkeit der Einheit christlicher Konfessionen verschiedenster Herkunft wollen man zudem "ein hoffnungsvolles Signal für das friedliche Zusammenleben in Wien" geben.

 

 

04.10.2014

„Marsch für Jesus“ vergrößerte die Plattform für Einheit der Christen

"Der Marsch für Jesus hat alle Erwartungen übertroffen."
"Die wachsende Einheit ist eine absolute Gebetserhörung."

Der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn und Pete Greig, Gründer der Initiative „24-7-Prayer“, freuen sich über die öffentliche Demonstration christlicher Einheit während des „Marsches für Jesus“ und vereinbaren eine enge Zusammenarbeit für das nächste ökumenische Großereignis, einen internationalen Gebets- und Lobpreistag, der im Oktober nächsten Jahres den Stephansdom füllen wird. 

Auch in der zweiten Woche nach dem „Marsch für Jesus“, bei der 12.000 Christen am 20. September um die Wiener Ringstraße marschierten, setzt sich die Dynamik dieser ökumenischen Großveranstaltung fort. Inzwischen ist allerdings Facebook der „Ort“ des Austauschs geworden, an dem  begeisterte Marschteilnehmer hunderte von Fotos posten und die Veranstalter erste Videos ins Internet gestellt haben, die die bunte Vielfalt und den internationalen Flair dieser Kundgebung christlicher Einheit anschaulich wiedergeben.

Auch Kardinal Christoph Schönborn zeigte sich freudig überrascht über die Breite der Teilnahme – Christen aller Konfessionen hatten an dem „Marsch für Jesus“ teilgenommen – als auch über die hohe Beteiligung, die „alle Erwartungen übertroffen hat.“ Für ihn stellt diese Veranstaltung eine „weitere Etappe auf dem Weg der Evangelisierung dar“ und die „Erfüllung einer Verheißung für unser Land“ bei der neue Brücken zwischen den Konfessionen gebaut wurden.

Für Generalvikar Nikolaus Krasa, der bei der Abschlusskundgebung des „Marsches für Jesus“ die Grußworte des persönlich verhinderten Wiener Erzbischofs und seines evangelischen Amtsbruders Michael Bünker überbrachte, geschieht das Entscheidende nicht beim Marsch, sondern in der Zeit danach. „Ab einer gewissen Anzahl von Leuten ist es leicht mitzumachen“, reflektierte er am Rande der „Herbsttage“ der Loretto Gemeinschaft über den zurückliegenden Großevent. „Ich frage mich, was Jesus getan hätte. Er zog von Galiläa nach Jerusalem – und ganz am Ende war er allein.“ In gleicher Weise müsse sich unser Christsein auch in unserer persönlichen Stellung vor Gott bewähren, so der Generalvikar, besonders dann, wenn wir am Ende allein vor Jesus stehen. Und danach gefragt, ob er glaube, dass Jesus eine Facebook-Seite betrieben hätte, hätte er im 21. Jahrhundert gelebt: „Vielleicht – schwer zu sagen. Aber eines ist sicher: Die Jünger hätten untereinander gestritten, wer von ihnen das beste Foto zusammen mit Jesus gepostet hat.“

Bei den Loretto „Herbsttagen“ wurde auch bereits das nächste Großereignis in Wien mit einer breiten ökumenischen Beteiligung angekündigt, nachdem Kardinal Schönborn und Pete Greig, Gründer der internationalen Gebetsinitiative „24-7-Prayer“ ein gemeinsames Podiumsgespräch zum Thema Gebet geführt hatten. „Ich bin begeistert, dass wir auf Einladung des Kardinals hier im Stephansdom nächstes Jahr im Oktober unser 15-jähriges Gründungsjubiläum als ‚24-7‘ Gebetsinitiative feiern können“, freut sich Pete Greig. „Die wachsende Einheit, die wir sehen können wie zuletzt beim ‚Marsch für Jesus‘,  ist für uns eine absolute Gebetserhörung. Das ist eine wunderbare Initiative, die 12.000 Christen zusammenbringt.“

Er habe Kardinal Schönborn  persönlich auf einer großen Leiterkonferenz in der Royal Albert Hall in London kennengelernt, so Pete Greig, doch bei dem erneuten Zusammentreffen während der Loretto „Herbsttage“ habe sich die Freundschaft zwischen ihnen weiter verfestigt. „It is easy to like Cardinal Schönborn, isn’t it?“, drückt er seine Wertschätzung für den Wiener Erzbischof aus. Kardinal Schönborn verstehe die Bedeutung der Neuevangelisierung und die Wichtigkeit von Gebet als Herzstück jeder christlicher Aktivität. Und er erkenne die Tragweite von christlicher Einheit, denn „wir haben viel mehr gemeinsam als es Trennendes zwischen uns gibt.“

Die Gebetsinitiative „24-7-Prayer“ hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 1999 in 123 Ländern verbreitet. Die Entscheidung, das 15. Gründungsjahr mit einem großen Festakt mit Lobpreis und Gebet ausgerechnet im Stephansdom zu feiern und danach betend in die Straßen Wiens auszuströmen, liege an der besonderen Beziehung zu Kardinal Schönborn und der Bedeutung des Gebets in der katholischen Kirche. „And because Vienna is a cool city“, gibt Pete Greig ganz offen zu.

Bericht: Jo Hoffmann, Gemeinschaft „Umkehr zum Herrn“

30.11.2014

Begegnung zweier Brüder

Bei seinem offiziellen Besuch in Istanbul, dem historisöchen Konstantinopel, bezeichnete Papst Franziskus Patriarch Bartholomaios I. als „geliebten Bruder“ unter Verweis auf das Brüderpaar Andreas und Petrus. Der Apostel Andreas ist der Schutzpatron des Patriarchats und er war zusammen mit Petrus auch im Glauben und in der Liebe zu Christus verbunden. Der Papst bat bei diesem insgesamt vierten Treffen der Kirchenoberhäupter der katholischen und orthodoxen "Schwesterkirchen" seinen Amtsbruder um einen Segen.

Der Papst hob die Vielfalt christlicher Kirchen als Bereicherung hervor. Dies sei ein Zeichen der Inspiration durch den Heiligen Geist, nicht der Spaltung. Er warnte vor "statischen und unveränderlichen Positionen", hob aber gleichzeitig hervor, dass der Wunsch nach Einheit nicht zur Uniformität der christlichen Kirchen führen dürfe.

Bartholomaios I. sieht in der Reise von Papst Franziskus ein Zeichen dafür, "dass der brüderliche und kontinuierliche Weg mit unserer orthodoxen Kirche zur Wiederherstellung der vollen Gemeinschaft zwischen unseren Kirchen fortgesetzt wird."

Die Reise von Papst Franziskus in die Türkei dauert vom 28.-30. November. Für 2016 wird mit Spannung das erste gemeinsame Konzil aller orthodoxen Partiarchate seit 1200 Jahren erwartet, zu dem der ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomaios I. im März 2014 eingeladen hatte.

 

 

11.01.2014

MEHR-Konferenz vom Gebetshaus Augsburg

Bis zu 4000 Besucher vor Ort, darunter auch etliche Mitglieder der UzH und Wilco-Jugendgruppe, und knapp 10.000 am Webstream: auch dieses mal zog die jährliche Konferenz des Gebetshauses deutlich mehr Menschen an als noch zuvor. Was ist das Besondere an der MEHR?

Das waren ganz besonders der ökumenische Aspekt und die Begeisterung von besonders vielen jungen Menschen für Gebet und Lobpreis. Fundierte Lehre und Vorträge zu prophetischen Themen wurden in viele Sprachen weiterübersetzt, denn der internationale Aspekt der MEHR Konferenzen nimmt von Jahr zu Jahr zu. Wenn nicht gerade Vorträge stattfanden, gab es von 8 Uhr früh bis Mitternacht Lobpreis auf der Hauptbühne. Eine besondere musikalische Stunde war die Präsentation des neuen Lobpreis-Albums augenlieder von Johannes Hartl und Freunden.

Lesen Sie den Bericht des Gebetshauses, der auch die Links zu den Videoaufnahmen aller Vorträge enthält: das-war-die-mehr-2014

 

Bilder zum Vergrößern anklicken.

Lobpreis im Mittelpunkt der Konferenz...

...ab und zu von Vorträgen unterbrochen...

...und immer von Gebet begleitet...

...mit großer Begeisterung für Jesus!

29.10.2013

Hat die Wissenschaft Gott begraben?

Im überfüllten Audimax der Technischen Universität Wien hielt Professor John Lennox (Universität Oxford) am 28.10.2013 einen bemerkenswerten Vortrag, in dem er sich aus wissenschaftlicher und weltanschaulicher Sicht mit dem Neuen Atheismus (wie z.B. „Der Gotteswahn“ von Richard Dawkins) auseinandersetzte. Prof. Lennox erläuterte, wie christliche Grundpositionen in erstaunlicher Weise von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen gestützt werden. Sein Vortrag ist als Videomitschnitt der TU Wien verfügbar:

Prof. John Lennox: „Hat die Wissenschaft Gott begraben?“

Besonders zu empfehlen für interessierte Christen ist das persönliche Glaubenszeugnis von Prof. John Lennox in der Frage & Antwortzeit am Ende der Veranstaltung. „Warum sind Sie Christ?“, auf dem Video ab 1 h 53 min.

 

 

30.08.2013

Staatliche Anerkennung der Freikirchen in Österreich

Am 26. August wurde mit der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt die Anerkennung der Freikirchen in Österreich als Kirche rechtskräftig. Eine „weltweit einzigartige religionsrechtliche Situation“ konstatierte sogar das zuständige Ministerium von Claudia Schmidt. Und Kardinal Schönborn wies in seinem Grußwort darauf hin, „dass die Anerkennung den Abbau manigfacher Diskriminierungen einleitet, die den Freikirchen bisher auferlegt waren.“

Der Zusammenschluss umfasst die Gemeindebünde der Pfingstler, Evangelikalen, Baptisten, Mennomiten und der Elaia-Gemeinden. Vorausgegangen war eine jahrelange Beziehungsarbeit, beginnend im Rahmen des Runden Tisches – Plattform Versöhnung, dann Konsultationen mit starker Unterstützung von katholischer und evangelischer Kirche und schließlich rechtliche Klärungen mit dem zuständigen Ministerium.

Weitere Informationen:
www.freikirchen.at